Lösungsansätze

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Probleme

Konzeptflut - Konzeptpleiten

Eine wahre Konzept-, und Programmflut mit einer Welle von Konzept- und Programmpleiten überrollt unseren Alltag. Viele Entwürfe sind im Ergebnis Aufzählungen von starren Maßnahmen, gestützt auf Szenarien mit breit streuenden Prognoserechnungen. Häufig werden Subventionen, Richtlinien, Verordnungen und Gesetze - also starre Planvorgaben - verlangt. Selbst von besten Experten ausgearbeitete Konzepte und Programme landen oft nach euphorischen Präsentationen in den tiefen Schubladen der Politik oder Verwaltung. Konzepte/Programme müssen sich daher von starren (planwirtschaftlichen) Papieren mit einmaligem Präsentations- und Pflichtenheftcharakter zu lebendigen Arbeitsgrundlagen wandeln, wozu es allerdings neuer Denk- und Verhaltensweisen bedarf. (Fleischhacker, E, 1994 ff)

Gesetze und Verwaltung schaukeln sich auf

Nahezu täglich lesen und hören wir aus den aktuellen Medien Berichte über „Gesetzesflut, "Gesetze weisen den Weg, um dann im Kleingedruckten zu versickern." . . . "Ordnerweise Ausnahmeregelungen, Rechtsverordnungen und Vervaltungsvorschriften lassen Bürger, Unternehmer und Beamte verzweifeln" usw. Zwischen Gesetzgebung und Verwaltung entstehen Teufelskreise mit aufschaukelnder Wirkung, wobei selbst führende Juristen darauf hinweisen, dass starre Gesetze alleine nicht in der Lage sind, die dynamischen Prozesse der realen Welt mit zu vollziehen. Ein zukunftsorientiertes Konzept/Programm muss als impulsgebendes dynamisches Element zwischen Gesetzgebung und Verwaltung stehen und daher weit mehr als ein bloßes Vollzugswerkzeug sein (Fleischhacker E, 1994 ff).

Expertentum - Disziplindenken

Expertengutachten führen immer häufiger zu unüberwindbaren Disziplinstreitigkeiten und zu klassischen „Nichtlösungen". Disziplindenken muß sich an den Anforderungen der Projekte orientieren - und nicht umgekehrt. Multidisziplinäres Arbeiten ist ein Gebot der Stunde (Fleischhacker E, 1994 ff).

Grundlagen für die Problemlösung

Systemtechnik

Die Systemtechnik bietet Verfahren, Methoden und Werkzeuge, welche das bildhafte Denken, das Modellieren und Darstellen von Systemen unterstützen. Bei der ganzheitlichen Abbildung von Systemen und deren Umwelt geht man in einem kreativen Akt von außen nach innen vor. Bei der Anwendung kybernetischer Prinzipien können dynamische Prozesse effizient nach- und mitvollzogen werden (Fleischhacker, E, 1994).

Logistik

Die Systembetrachtung führt zwangsläufig zu den Raum-Zeit-Zusammenhängen unternehmerischer Abläufe. Die Logistik als Querschnittsfunktion hilft bei der Bewertung und Verbesserung der Materialfluss-, Informations- und Organisationsstruktur von der Beschaffung bis zur Entsorgung von Waren (Fleischhacker, E, 1994).

Projektmanagement

„Wer weiß, wer kann, wer will?" sind die zentralen Fragen für die Abwicklung der finanziell gewichtigen, multidisziplinären, unter Termindruck stehenden Projekte. Durch Projektmanagement, welches für die Wahrnehmung aller Führungsaufgaben und den Einsatz der problemlösungsunterstützenden Abwicklungstechniken verantwortlich ist, kann abseits von bestehenden Strukturen flexibel und zielstrebig gearbeitet werden (Fleischhacker, E, 1994).

Innovatives Datenmanagement

Systemanalytische Modelle und Simulationstechniken stehen zur Absicherung von Lösungskonzepten und Aufdeckung von Ratiopotentialen zur Verfügung. Eine Fülle von kompatiblen Modellwellen und Standardwerkzeugen, deren Funktionalität sich dahingehend verändert, daß die Instrumentarien ohne Programmierkenntnisse bedienbar sind, ermöglichen ein flexibles, portables und produktneutrales rechnergestütztes Arbeiten.

Konzepte und Programme als kybernetisches Abwicklungsmodell

Ein Konzept oder Programm kann beispielsweise im Sinne der beschriebenen Grundlagen als Regelsystem aus dem Wirklichkeitsfilz seiner Umwelt herausgelöst und in einem Dauerprojekt (Rahmenkonzept) verfolgt werden. In Abständen von zwei bis drei Jahren wird dabei das System unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Umsetzungsprojekten analysiert. Der Maßnahmenkatalog des Konzeptes wird dadurch laufend vervollständigt, und neue Prioritäten für die Realisierung von Umsetzungsprojekten werden abgeleitet. Damit verringern sich nachvollziehbar die Unsicherheiten (Unschärfen) hinsichtlich der Zielerreichung bei gleichzeitiger Minimierungsmöglichkeit des erforderlichen Geldrnitteleinsatzes.

"Beispiel: Ein lanfristiges (Wasserwirtschafts-) Konzept/Programm kann als Regelkreismodeil angelegt werden, in dem das (Wasserwirtschafts-) System nach 2,4, . . . n Jahren unter Berücksichtigung jeweils neuer Erkenntnisse analysiert wird. Ergebnis ist ein sich ständig verbessernder Systemzustand, Quelle: Methodischer Problemlösungsansatz für ein zukunftsorientiertes Wasserwirtschaftskonzept, E. Fleichhacker (1994)"

Nach dieser Methodik wurden und werden z.B. bearbeitet:

  • das Wasserversorgungskonzept Tirol 1992 mit den wesentlichen ressourcenwirtschaftlichen Grundlagenprojekten (Tiroler Quellkataster, Grundwasserkataster, Heil-und Mineralquellkataster)
  • das Tiroler Energiekonzept 1993 mit dem Tiroler Wasserkraftkatster- und der Wasserkraftpotenzialstudie (Onerflächenwasserkataster mit Abflussflächen und Linienpotenzialen zur Stromerzeugung),
  • das Tiroler Wasserwirtschaftskonzept 1997 mit wesentlichen Ressourcenforschungsprojekten (Großquellenhydrogeologie in Erl, Jenbach, Vomp, Innsbruck, Mieming, Haiming, St.Leonhard zur Erforschung der Gebirgswasserspeicher für die Trinkwasservorsorge, Grundwasserthermalfrontenpläne für die thermische Grunwassernutzung),
  • die Regionalentwicklungsprojekte Fünf-Sterne-Region Zillertal, Wassererlebnis Zammer Lochputz und die Heil- und Thermalwasserentwicklungen in Ladis, Grins, Kramsach und St.Jakob,
  • das Tiroler Energiestrategie Programm 2014,
  • das Wasserstoffstrategie Programm 2015 und
  • das Energiemonitoring Programm mit dem die wesentlichen Ziele der Tiroler Energie-, Klima-, Ressourcen- und Nachhaltigkeitsstrategie quantitativ und qualitativ erfasst und verfolgt werden.

Die Erkenntnisse aus den Bearbeitungsprozessen fließen - im Sinne der vorgestellten Iterations-Methodik (E. Fleischhacker 1994) - wiederum in die strategischen Weichenstellungen der laufenden Projektbearbeitungen der FEN Sustain Systems GmbH ein. Beispiele dafür sind die Innovations- und Forschungsprojekte zur Nutzbarmachung von neuen Wasserstofftechnologien für den Umbau von betrieblichen und regionalen Energiesystemen auf Energieautonomie

  • H2 Wasserstoffautobahn in den grünen Korridoren Zentraleuropas und H2 Familien in Österreich
  • Grüner Wasserstoff für MPREIS energieautißonom, Tirol und Europa und
  • Zillertalbahn 2020+ energieautonom mit grünem Wasserstoff.